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DISTANT RELATIVES - s/t

DISTANT RELATIVES - s/t MC
DISTANT RELATIVES - s/t MC

DISTANT RELATIVES

s/t MC
It's Eleven Records
Ein schrilles Fiepen, ein zäh verweilender Akkord – dann setzt ein pulsierender Beat ein, bevor Marleens eindringlicher Gesang die kantige Soundwand durchbricht. Deathrock und Post-Punk verschmelzen zu einer unruhigen, flackernden Energie: Max' Gitarre kratzt und schneidet wie geborstener Stahl, während der Bass von Albrecht und das treibende Schlagzeug von Alex den Boden zum Vibrieren bringen.

Marleens Stimme windet sich zwischen den Harmonien, mal sanft umschmeichelnd, mal mit messerscharfer Klarheit zersetzend. Ihre Texte sind ein Kaleidoskop aus inneren Konflikten, düsteren Visionen und scharfzüngigem Humor – eine Mischung aus Nahkampf und sarkastischem Tanz mit der eigenen Unruhe. Die Musik bleibt dabei stets nah, packend und ungefiltert, ohne sich in romantisierender Dunkelheit zu verlieren.
Hier ist nichts glattgebügelt: Die Klangwelten sind schroff, die Dynamik unbändig, und doch folgt alles einer beklemmenden Logik, die sich erst nach und nach erschließt. Deathrock und Post-Punk dienen als Fundament, doch das Album entfaltet eine eigene, rastlose Ästhetik – ein ständiges Drängen nach vorne, das keinen Raum für Stillstand lässt.